Wie werden E-Bike-Bremsen gewartet? Alltagscheck und grundlegende Pflege in 3 Schritten

E-Bikes sind in der Regel schwerer als herkömmliche Fahrräder. Auch Fahrtempo und Zuladung können höher ausfallen, weshalb Bremsbeläge, Bremsscheiben und das gesamte Bremssystem häufig stärker beansprucht werden.

Wenn sich die Bremse weich anfühlt, Geräusche verursacht oder an Bremsleistung verliert, bedeutet das nicht automatisch, dass das gesamte Bremssystem defekt ist. Durch regelmäßige Kontrollen, eine sachgerechte Reinigung und gezielte Einstellungen lassen sich viele häufige Probleme frühzeitig erkennen und beheben.

Bremsen gehören jedoch zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen. Bei austretender Bremsflüssigkeit, starken Verformungen oder deutlich verminderter Bremswirkung sollte das E-Bike nicht weitergefahren, sondern von einer Fachwerkstatt überprüft werden.

Schritt 1 Vor jeder Fahrt eine einminütige Kontrolle durchführen

Vor jeder Fahrt sollten Vorder- und Hinterradbremse getrennt kontrolliert werden.

Dafür müssen keine Bauteile demontiert werden. Es genügt, die Bremshebel zu betätigen, die Räder zu drehen und den Zustand der Bremsbeläge zu prüfen.

1. Ziehen – Druckpunkt der Bremshebel prüfen

Betätigen Sie nacheinander den vorderen und hinteren Bremshebel. Achten Sie darauf, ob Widerstand, Druckpunkt und Rückstellung normal sind.

Im Normalfall sollte der Bremshebel einen klaren und gleichbleibenden Widerstand bieten und nach dem Loslassen selbstständig in seine Ausgangsposition zurückkehren.

Folgende Auffälligkeiten sollten genauer untersucht werden:

  • Der Bremshebel fühlt sich deutlich weicher an als gewöhnlich.

  • Beim Betätigen entsteht ein schwammiges Gefühl.

  • Der Hebel muss sehr weit gezogen werden, bevor die Bremse greift.

  • Der Bremshebel kommt dem Lenker sehr nahe oder berührt ihn.

  • Der Bremshebel kehrt nicht selbstständig zurück.

  • Das Bremsgefühl an Vorder- oder Hinterrad hat sich plötzlich deutlich verändert.

Bei einer mechanischen Scheibenbremse können ein lockerer Bremszug, verschlissene Bremsbeläge oder ein zu großer Abstand zwischen Belag und Bremsscheibe die Ursache sein.

Bei einer hydraulischen Scheibenbremse kommen unter anderem Luft im System, austretende Bremsflüssigkeit, verschlissene Beläge oder ein notwendiges Entlüften infrage.

2. Hören – Auf dauerhaftes Schleifen achten

Stellen Sie das E-Bike sicher ab und drehen Sie Vorder- und Hinterrad vorsichtig. Achten Sie auf dauerhaftes oder regelmäßig wiederkehrendes Schleifen.

Wenn bei jeder Radumdrehung ein deutliches Schleif- oder Schabgeräusch auftritt, kann dies folgende Ursachen haben:

  • Der Bremssattel ist nicht korrekt ausgerichtet.

  • Die Bremsscheibe ist leicht verzogen.

  • Der Abstand zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe ist zu gering.

  • Das Laufrad sitzt nicht korrekt in der Aufnahme.

  • Im Bereich von Bremssattel oder Bremsscheibe befinden sich Schmutz oder Sand.

  • Steckachse, Radachse oder Schnellspanner sind nicht vollständig befestigt.

Ein leichtes, gelegentliches Schleifen muss nicht zwangsläufig auf einen schweren Defekt hinweisen. Wird das Rad jedoch deutlich abgebremst, sollte zuerst die Ursache ermittelt werden. Das Problem sollte nicht durch Weiterfahren „weggeschliffen“ werden.

3. Sehen – Verschleiß der Bremsbeläge kontrollieren

Prüfen Sie durch den Spalt im Bremssattel, wie viel Reibmaterial noch auf den Bremsbelägen vorhanden ist.

Entscheidend ist die Dicke des eigentlichen Reibbelags – nicht die Gesamtdicke einschließlich der metallischen Trägerplatte.

In folgenden Fällen sollten die Bremsbeläge möglichst bald ersetzt werden:

  • Das Reibmaterial ist deutlich abgenutzt.

  • Der linke und rechte Bremsbelag sind unterschiedlich stark verschlissen.

  • Der Reibbelag weist Risse oder Ausbrüche auf.

  • Die Haltefeder kommt der Bremsscheibe sehr nahe.

  • Beim Bremsen sind deutliche metallische Schleifgeräusche hörbar.

  • Die Bremsbeläge sind mit Öl oder anderen Schmierstoffen verunreinigt.

  • Die vom Hersteller angegebene Verschleißgrenze ist erreicht.

Die zulässige Mindestdicke kann je nach Hersteller und Bremsenmodell unterschiedlich sein. Deshalb sollte kein einzelner Wert als allgemeine Austauschgrenze für alle Bremsbeläge verwendet werden.

Maßgeblich sind die Bedienungsanleitung des E-Bikes und die technischen Angaben des Bremsenherstellers.

Vergleich eines neuen und eines abgenutzten Scheibenbremsbelags mit Reibmaterial, Metallträgerplatte und Verschleißgrenze.

Schritt 2 Bremsscheiben regelmäßig reinigen

Quietschende Bremsen bedeuten nicht automatisch, dass das Bremssystem beschädigt ist.

Häufige Ursachen sind:

  • Staub oder Sand auf der Bremsscheibe;

  • Rückstände von Regenwasser und Straßenschmutz;

  • eine nicht korrekt ausgerichtete Bremsscheibe oder ein schief sitzender Bremssattel;

  • ungleichmäßig verschlissene Bremsbeläge;

  • Öl oder Schmiermittel auf den Reibflächen.

Besonders ernst genommen werden sollte eine Verunreinigung durch Öl.

Warum dürfen Bremsbeläge und Bremsscheiben nicht mit Öl in Kontakt kommen?

Scheibenbremsen erzeugen ihre Bremswirkung durch die Reibung zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe.

Gelangen Kettenöl, Rostschutzmittel, Schmierspray oder andere ölhaltige Stoffe auf die Reibflächen, kann dies folgende Folgen haben:

  • geringere Reibung;

  • längere Bremswege;

  • dauerhaftes Quietschen;

  • ungleichmäßige Bremswirkung;

  • dauerhaft geschädigte Bremsbeläge.

Kettenöl sollte deshalb nicht großflächig auf das Fahrrad gesprüht werden. Beim Schmieren der Kette können Bremsscheibe und Bremssattel mit einem sauberen Tuch abgedeckt werden.

Auch die Bremsflächen der Bremsscheibe sollten möglichst nicht direkt mit den Fingern berührt werden, da Hautfett ebenfalls Verunreinigungen hinterlassen kann.

Wie wird eine Bremsscheibe richtig gereinigt?

Folgende Hilfsmittel werden benötigt:

  • spezieller Reiniger für Fahrrad-Scheibenbremsen;

  • hochreines, für Bremssysteme geeignetes Isopropanol;

  • ein sauberes, fusselfreies Tuch;

  • saubere Einweghandschuhe.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Schalten Sie das E-Bike aus und stellen Sie es standsicher ab.

  • Sprühen Sie das Reinigungsmittel nicht direkt auf Akku, elektrische Anschlüsse oder das gesamte Fahrrad.

  • Geben Sie das Reinigungsmittel auf ein sauberes, fusselfreies Tuch.

  • Wischen Sie die Bremsflächen auf beiden Seiten der Bremsscheibe ab.

  • Verwenden Sie immer wieder einen sauberen Bereich des Tuchs, bis keine deutlichen Verschmutzungen mehr sichtbar sind.

  • Lassen Sie die Bremsscheibe vollständig trocknen.

  • Führen Sie anschließend in einem sicheren Bereich einen Bremstest bei niedriger Geschwindigkeit durch.

Handelt es sich lediglich um oberflächlichen Schmutz auf der Bremsscheibe, kann die Reinigung die Geräusche reduzieren.

Sind die Bremsbeläge bereits mit Öl verunreinigt, reicht das Reinigen der Bremsscheibe normalerweise nicht aus, um die volle Bremsleistung wiederherzustellen. In diesem Fall müssen die Bremsbeläge in der Regel ersetzt und die Bremsscheibe erneut gründlich gereinigt werden.

Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie in der Nähe von Bremsscheiben, Bremssätteln und Bremsbelägen niemals Kettenöl, Schmiermittel, Rostschutzmittel oder andere ölhaltige Sprays.

Schritt 3 Einstellungen an den Bremsentyp anpassen

Bei E-Bikes kommen hauptsächlich zwei Arten von Scheibenbremsen zum Einsatz:

  • mechanische Scheibenbremsen;

  • hydraulische Scheibenbremsen.

Beide Systeme erzeugen Bremskraft, indem die Bremsbeläge gegen die Bremsscheibe gedrückt werden. Die Kraftübertragung und damit auch die Wartung unterscheiden sich jedoch.

Mechanische Scheibenbremsen – Spannung des Bremszugs einstellen

Mechanische Scheibenbremsen übertragen die Kraft über einen Stahlzug zum Bremssattel.

Mit zunehmender Nutzungsdauer kann sich der Bremszug lockern. Gleichzeitig verschleißen die Bremsbeläge, wodurch sich der Hebelweg verlängern kann.

Bei vielen mechanischen Scheibenbremsen lässt sich die Zugspannung über eine Einstellschraube am Bremshebel oder am Bremssattel geringfügig korrigieren.

Wird die Einstellschraube vorsichtig etwas herausgedreht, erhöht sich die Spannung des Bremszugs und die Bremse greift früher.

Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Nehmen Sie jeweils nur kleine Anpassungen vor.

  • Drehen Sie anschließend das Rad und prüfen Sie, ob die Bremsscheibe dauerhaft schleift.

  • Stellen Sie sicher, dass noch ausreichend Gewinde in der Aufnahme verbleibt.

  • Ziehen Sie nach der Einstellung den Konterring fest.

  • Prüfen Sie Vorder- und Hinterradbremse getrennt.

  • Führen Sie danach einen Bremstest bei niedriger Geschwindigkeit in einem sicheren Bereich durch.

Wenn die Einstellschraube bereits weit herausgedreht ist und die Bremse weiterhin zu locker bleibt, muss möglicherweise der Bremszug neu befestigt, die Position der Bremsbeläge angepasst oder ein verschlissenes Bauteil ersetzt werden.

Die Einstellverfahren unterscheiden sich je nach Bremssattel. Ohne Kenntnisse über die konkrete Konstruktion sollten nicht wahllos sämtliche Schrauben verstellt werden.

Hydraulische Scheibenbremsen – System auf Undichtigkeiten prüfen

Hydraulische Scheibenbremsen übertragen die Bremskraft über ein geschlossenes Flüssigkeitssystem.

Fühlt sich der Bremshebel plötzlich weich, leer oder schwammig an, können folgende Ursachen vorliegen:

  • Luft im Hydrauliksystem;

  • Austritt von Bremsflüssigkeit;

  • verschlissene Bremsbeläge;

  • schwergängige oder nicht korrekt zurückkehrende Kolben;

  • beschädigte Leitungen oder Anschlüsse;

  • ein notwendiges Entlüften;

  • gealterte oder ungeeignete Bremsflüssigkeit.

Vor dem Entlüften oder Befüllen muss unbedingt geklärt werden, welche Bremsflüssigkeit für das konkrete System vorgeschrieben ist.

Beispiel für ein Bremssystem Häufig vorgeschriebene Bremsflüssigkeit Wichtiger Hinweis
Hydraulische Shimano-Scheibenbremsen Von Shimano freigegebenes Mineralöl Keine DOT-Bremsflüssigkeit verwenden
Hydraulische MAGURA-Scheibenbremsen Vom Hersteller vorgeschriebenes Mineralöl Keine DOT-Bremsflüssigkeit verwenden
Hydraulische TEKTRO-/TRP-Scheibenbremsen Für das jeweilige Modell freigegebenes Mineralöl Angaben des konkreten Modells beachten
SRAM-Systeme für DOT-Bremsflüssigkeit DOT 4 oder DOT 5.1 Kein Mineralöl und kein DOT 5 verwenden
SRAM-Systeme für Mineralöl Für das jeweilige Modell freigegebenes Mineralöl Kein DOT 4 oder DOT 5.1 verwenden

Die zulässige Bremsflüssigkeit darf nicht ausschließlich anhand des Markennamens bestimmt werden. Auch innerhalb einer Marke können unterschiedliche Systeme verwendet werden.

Kontrollieren Sie deshalb:

  • die Kennzeichnung am Bremshebel;

  • die Kennzeichnung auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters;

  • die genaue Modellnummer der Bremse;

  • die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Wichtiger Hinweis: Mineralöl und DOT-Bremsflüssigkeit dürfen niemals miteinander vermischt werden. Eine falsche Flüssigkeit kann Dichtungen, Leitungen und Bremssättel beschädigen, die Bremswirkung beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zum Ausfall der Bremse führen.

Zum Entlüften hydraulischer Bremsen werden normalerweise benötigt:

  • ein mit dem Bremsenmodell kompatibles Entlüftungsset;

  • die vorgeschriebene Bremsflüssigkeit;

  • ein Entlüftungsblock;

  • Spritzen oder ein Entlüftungstrichter;

  • Schutzhandschuhe;

  • geeignete Reinigungsmittel.

Während der Arbeit darf keine Bremsflüssigkeit auf Bremsbeläge oder Bremsscheiben gelangen.

Wenn die benötigte Flüssigkeit nicht eindeutig bestimmt werden kann, das passende Werkzeug fehlt oder eine Undichtigkeit vermutet wird, sollte die Bremse von einer Fachwerkstatt gewartet werden.

Hydraulische Scheibenbremse in drei Schritten entlüften: Entlüftungsport finden, Trichter montieren und Luft aus dem System entfernen

Warum müssen neue Bremsbeläge eingebremst werden?

Nach dem Einbau neuer Bremsbeläge oder einer neuen Bremsscheibe steht die volle Bremsleistung normalerweise noch nicht sofort zur Verfügung.

Zunächst müssen sich die Oberflächen gleichmäßig aneinander anpassen. Durch mehrere kontrollierte Bremsvorgänge wird eine gleichmäßige Schicht aus Reibmaterial auf der Bremsscheibe aufgebaut. Dieser Vorgang wird als Einbremsen oder Bed-in bezeichnet.

Eine grundlegende Vorgehensweise sieht folgendermaßen aus:

  • Wählen Sie eine sichere, ebene Fläche ohne Verkehr.

  • Beschleunigen Sie das E-Bike auf eine mittlere Geschwindigkeit.

  • Betätigen Sie die Bremse gleichmäßig und reduzieren Sie die Geschwindigkeit deutlich.

  • Lassen Sie das Rad dabei nicht blockieren.

  • Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals für Vorder- und Hinterradbremse.

  • Vermeiden Sie dauerhaftes Schleifbremsen.

  • Lassen Sie das Bremssystem anschließend auf natürliche Weise abkühlen.

Bei manchen Bremssystemen wird empfohlen, aus etwa 20 bis 25 km/h ungefähr 20-mal bis auf Schrittgeschwindigkeit abzubremsen.

Geschwindigkeit, Anzahl der Bremsvorgänge und genaue Vorgehensweise können je nach Hersteller abweichen. Maßgeblich sind deshalb die Anweisungen des jeweiligen Bremsenherstellers.

Bis zum Abschluss des Einbremsvorgangs sollten schnelle Abfahrten, Fahrten mit hoher Zuladung und andere starke Bremsbelastungen vermieden werden.

Wann muss das E-Bike in eine Fachwerkstatt?

Folgende Probleme sollten nicht selbst behoben werden:

  • Bremsflüssigkeit tritt an Leitung, Bremssattel oder Bremshebel aus.

  • Der Bremshebel verliert plötzlich seinen Widerstand.

  • Die Bremsscheibe ist stark verbogen, gerissen oder ungewöhnlich verfärbt.

  • Beim Bremsen entsteht ein deutliches metallisches Schleifgeräusch.

  • Trotz neuer Bremsbeläge ist die Bremsleistung unzureichend.

  • Nach dem Entlüften bleibt der Druckpunkt instabil.

  • Die Kolben im Bremssattel kehren nicht korrekt zurück.

  • Die vorgeschriebene Bremsflüssigkeit lässt sich nicht eindeutig bestimmen.

  • Bremskomponenten wurden durch einen Sturz oder Zusammenstoß beschädigt.

Bremsen gehören zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen. Wenn die Ursache eines Problems nicht eindeutig festgestellt werden kann, sollte die Funktion nicht durch eine schnelle Probefahrt oder eine Abfahrt getestet werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft müssen die Bremsbeläge eines E-Bikes gewechselt werden?

Für Bremsbeläge gibt es keine allgemeingültige Laufleistung, die auf alle E-Bikes übertragbar ist.

Der Verschleiß hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Gesamtgewicht von Fahrer und Fahrzeug;

  • Fahrten in den Bergen oder auf ebenen Strecken;

  • Fahrgeschwindigkeit;

  • Zuladung;

  • Regen, Schlamm und andere Umwelteinflüsse;

  • Material der Bremsbeläge;

  • Nutzung von Vorder- und Hinterradbremse;

  • Häufigkeit der Fahrten.

Die Bremsbeläge sollten mindestens einmal im Monat kontrolliert werden. Ein Austausch ist erforderlich, wenn das Reibmaterial die vom Hersteller angegebene Verschleißgrenze erreicht, die Bremsleistung abnimmt, metallische Schleifgeräusche auftreten oder die Beläge mit Öl verunreinigt wurden.

Warum quietschen die Bremsen bei Regen?

Regenwasser und Straßenschmutz können vorübergehende Geräusche an der Bremsscheibe verursachen.

Nach dem Trocknen der Bremsscheibe sollte das Quietschen normalerweise allmählich nachlassen.

Bleibt das Geräusch nach einer Regenfahrt bestehen oder nimmt gleichzeitig die Bremsleistung ab, sollten folgende Punkte überprüft werden:

  • Befinden sich Schlamm oder Sand auf Bremsscheibe und Bremsbelägen?

  • Sind die Reibflächen mit Öl verunreinigt?

  • Sind die Bremsbeläge ungleichmäßig verschlissen?

  • Ist die Bremsscheibe verzogen?

  • Ist der Bremssattel korrekt ausgerichtet?

Die Bremse quietscht trotz Reinigung – was ist zu tun?

Wenn die Geräusche nach dem Reinigen der Bremsscheibe weiterhin auftreten, liegt möglicherweise nicht nur eine oberflächliche Verschmutzung vor.

Häufige Ursachen sind:

  • mit Öl verunreinigte Bremsbeläge;

  • verglaste Bremsbeläge;

  • eine leicht verzogene Bremsscheibe;

  • ein nicht korrekt ausgerichteter Bremssattel;

  • ungleichmäßig verschlissene Bremsbeläge;

  • neue Bremsbeläge, die noch nicht vollständig eingebremst wurden.

Wenn gleichzeitig die Bremsleistung abnimmt, sollte das E-Bike nicht weitergefahren und das Bremssystem genauer überprüft werden.

Fazit

Die Wartung von E-Bike-Bremsen lässt sich in drei grundlegende Schritte unterteilen:

  • Vor der Fahrt Druckpunkt, Geräusche und Verschleiß der Bremsbeläge kontrollieren.

  • Bremsscheiben regelmäßig reinigen und jeden Kontakt der Reibflächen mit Öl vermeiden.

  • Einstellungen und Wartungsarbeiten an die jeweilige mechanische oder hydraulische Bremsenkonstruktion anpassen.

Entscheidend ist, Veränderungen bei Bremsgefühl, Geräuschen und Verschleiß rechtzeitig zu erkennen – und nicht erst zu reagieren, wenn die Bremse vollständig ausfällt.

Grundlegende Sichtkontrollen und Reinigungsarbeiten können Nutzer selbst durchführen. Sobald jedoch Bremsflüssigkeit austritt, das System entlüftet werden muss, Bauteile stark verformt sind oder die Bremsleistung deutlich nachlässt, sollte die Wartung einer Fachwerkstatt überlassen werden.

You have successfully logged in!
This email has been registered